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Alexandra Seidel-Lauer, Deutsch-Französische Industrie- und Handelskammer, Die deutschen Unternehmen in Frankreich bleiben trotz der Krise zuversichtlich

Die deutschen Unternehmen in Frankreich bleiben trotz der Krise zuversichtlich Paris, 17. Oktober 2014 – Deutschland bleibt der zweitwichtigste arbeitsplatzschaffende ausländische Investor in Frankreich hinter den USA. In diesem Zusammenhang haben die Deutsch-Französische Industrie- und Handelskammer und EY heute die vierte Ausgabe der Studie „Die deutschen Unternehmen in Frankreich: Geschäftslage, Einschätzungen und Erwartungen 2014-2017“ vorgestellt. Diese Umfrage, die alle zwei Jahre durchgeführt wird, umfasst die Aussagen von deutschen Unternehmen in Frankreich und deren Einschätzung des Landes als Markt und Investitionsstandort. Für die deutschen Unternehmen in Frankreich hat sich die Wirtschaftslage in den letzten 2 Jahren verschlechtert, aber sie sind zuversichtlich für die Zukunft und die eigene Wirtschaftsbranche In 2014 beurteilen 73% der befragten Unternehmen die wirtschaftliche Situation auf dem französischen Markt als schlecht, 9% sogar als sehr schlecht an, während es vor zwei Jahren lediglich 57 und 6% waren. Dagegen sind die Erwartungen für 2015 weniger pessimistisch und nur 33% der befragten Unternehmen antizipieren hier eine „schlechte“ Wirtschaftslage; für die Periode 2016-2017 sind es nur 22%. Guy Maugis, Präsident der Deutsch-Französischen Industrie- und Handelskammer, fügt an: „Die begonnenen und weiter angekündigten Reformen sollen die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen stärken. Eine schnelle und effiziente Umsetzung ist somit mehr als nur wünschenswert.“ Nicola Lohrey, Executive Director bei der Rechtsanwaltsgesellschaft EY, sagt: „Je weiter die Unternehmen in die Zukunft blicken, desto optimistischer sind sie im Hinblick auf das wirtschaftliche Umfeld in Frankreich. Zwei Drittel der befragten Unternehmen bekräftigen, dass ihre Muttergesellschaft wieder in Frankreich investieren würde. Das Land muss sich jedoch  auf seine unwiderlegbaren Stärken stützen, um sich zu reformieren und das Vertrauen seiner Partner zu bewahren.“ Die deutschen Unternehmen in Frankreich sind relativ zufrieden, bleiben aber zurückhaltend im Hinblick auf Investitionen und Schaffung von Arbeitsplätzen Auch wenn die deutschen Unternehmen weniger zufrieden sind mit ihrer Geschäftssituation als vor zwei Jahren, sind es immerhin 18%, die sie als „gut“ bezeichnen und 51% als „zufriedenstellend“. In 2013 haben ca. 60% der befragten deutschen Unternehmen einen Umsatz bis zu 15 Millionen Euro erzielt, 25% mehr als 50 Millionen Euro. Die Erwartungen der deutschen Unternehmen in Bezug auf ihr eigenen Geschäftslage sind relativ optimistisch: 54% gehen von steigenden Umsätzen für den Zeitraum 2016-2017 aus. Der Prozentsatz der Unternehmen, die eine Umsatzsteigerung in diesem Jahr erwartet, liegt bei 30%, für 2015 sind es 38%. „Hoffentlich ist der Optimismus der deutschen Unternehmen in Frankreich ansteckend und wirkt als Impulsgeber für Strukturreformen. Die „deutsche Sachlichkeit“ verweist auf die Schwachstellen, aber auch auf die großen Stärken Frankreichs, die zukünftige Partner und internationale Investoren überzeugen können.“ sagt Jean-Pierre Letartre, Präsident von EY Frankreich. Mit der höheren Gewinnerwartung der Unternehmen geht allerdings nicht unbedingt eine Schaffung von Arbeitsplätzen noch eine Erhöhung der Investitionen einher. Letztere bleiben unverändert. Weiterhin geben zwei Drittel der befragten Unternehmen an, keine Einstellungen in den nächsten Jahren vorzunehmen. In der vorhergegangenen Umfrage lag der Prozentsatz bei 56%. Ein positives Signal für die Beschäftigung wird für den Zeitraum 2016-2017 gesetzt, wo 26% der Unternehmen wieder Einstellungen vorsehen. Eine Reduzierung von Arbeitsstellen in diesem Jahr stand nur bei 18% der befragten Unternehmen auf dem Plan, vor zwei Jahren lag der Prozentsatz noch deutlich höher. Frankreich, ein Exportstandort für die deutschen Unternehmen ? 47% der befragten Unternehmen gaben an, von Frankreich aus ins Ausland zu exportieren. Für ungefähr 70% dieser exportierenden Firmen bildet der Export bis zu 20% des Umsatzes. Die meisten Antworten tendieren zu der Aussicht auf eine gleichbleibende bzw. verbesserte Situation der Exportaktivitäten in den kommenden Jahren. Diese Daten deuten darauf hin, dass Frankreich einen interessanten Standort für den Export darstellen kann; der Verkauf von Produkten „made by Germany“ ins Ausland kann einen Teil der Schwierigkeiten auf dem französischen Markt kompensieren. Erfolgsfaktoren auf dem französischen Markt 12 Erfolgsfaktoren wurden von den deutschen Unternehmen für den französischen Markt bewertet, dabei wurde die Kundenbeziehung als wichtigstes Kriterium genannt. An zweiter Stelle stehen wettbewerbsfähige Preise, gefolgt von Produktqualität, Einhaltung der Lieferfristen, Flexibilität und Anpassungsfähigkeit sowie Verständnis für die Kundenmentalität. Zu den Standortvorteilen Frankreichs zählen für die befragten Unternehmen in erster Linie die Infrastruktureinrichtungen und die hohe Lebensqualität. Es folgen die Kriterien wie guter Zugang zu Technologien, die Energiekosten, das Vorhandensein qualifizierter Lieferanten und der Schutz des geistigen Eigentums. Die deutschen Unternehmen sind sehr kritisch gegenüber dem rigiden Arbeitsmarkt, der hohen Steuer- und Abgabenlast sowie den Lohnkosten und Sozialabgaben. All diese Kriterien werden als „sehr wichtig“ für die Geschäftslage und die Unternehmensentwicklung angesehen. „Frankreich steht vor umfassenden Reformen, um Vertrauen und Wettbewerbsfähigkeit wieder zu stärken. An neuen unternehmerischen Herausforderungen und zahlreichen Möglichkeiten wird es auf beiden Seiten des Rheins auch künftig nicht fehlen. Neben den traditionellen Industriebranchen und Dienstleistungsbereichen sind die Themen Energie, Energieeffizienz, Umwelttechnologien, der Gesundheitsmarkt sowie die rasant fortschreitende Digitalisierung und Vernetzung in allen Bereichen von ständig wachsender Bedeutung.“ sagt Jörn Bousselmi, Geschäftsführer der Deutsch-Französischen Industrie- und Handelskammer. Die Studie kann hier runtergelanden werden.

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